CHRYSEMYS PICTA BELLI - Westliche / Indianer Zierschildkröte

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Vorwort

Von den Zierschildkröten gibt es 4 Unterarten, im Osten des Verbreitungsgebiets Chrysemys picta picta, westlich gefolgt von Chrysemys picta marginata und als westlichste Unterart mit dem größten Gebiet Chrysemys picta belli. Südlich des Verbreitungsgebiets der bisher genannten Unterarten kommt Chrysemys picta dorsalis vor.

Wo die Verbreitungsgebiete aneinander stoßen, treten Übergangsformen auf.

Chrysemys picta belli ist die größte und farbenprächtigste der vier Unterarten. Der Bauchpanzer ist intensiv rot gefärbt und besitzt eine bis zum Rand ausgeprägte symmetrische Figur, Die Kopf- und Halszeichnung ist goldgelb.

  

Haltung

Die Chrysemys picta belli kann in großzügigen Aquarien oder Zimmerteichen gepflegt werden. Diese sollten für ein ausgewachsene Tiere mindestens eine Kantenlänge von 120-150cm haben. Der Wasserstand sollte 25cm oder mehr betragen. Je nach Herkunft sind die Schildkröten aus dem Norden auch für die ganzjährige Freilandhaltung geeignet. Sie legen dort auch regelmäßig befruchtete Eier ab. Daher sind Erkundigungen über Herkunft und Haltungserfahrungen beim Vorbesitzer sinnvoll. Die generellen Regeln zur Gestaltung, Lage und Umrandung von Freilandanlagen sind unbedingt zu beachten.

Ein Landteil im Aquarium, auf dem die Tiere abtrocknen können, darf dieser Art auf keinen Fall vorenthalten werden. Geschlechtsreife Weibchen benötigen zusätzlich einen Eiablageplatz. Dieser kann aus einer Kiste mit leicht feuchtem Sand oder einem Sand-Erde-Gemisch bestehen.





Die Substrattiefe sollte dabei mindestens der Länge des Panzers des Weibchens entsprechen, damit sie  die Eier artgemäß ablegen können. Stößt das Weibchen hierbei mit dem Panzer auf Grund, bricht es die Eiablage ab und es kann zur Legenot führen. Zusätzlich zum Eiablageplatz sollte über dem Landteil eine angemessene Beleuchtung angeboten werden. Hierzu eignet sich besonders eine HQI Lampe (Metalldampflampe). Diese erzeugt gleichzeitig Wärme, Licht und gibt UVA- und UVB-Strahlung an die Tiere ab. Diese sind wichtig für Panzer und Stoffwechsel.. Gute Erfahrungen machen wir mit der „Lightstorm, 70Watt“ von Jetter Terraristik. Da Chrysemys picta belli sauberes, klares Wasser mögen, sollte man bei der Filterung des Wassers nicht sparen. Erfahrungsgemäß sollte man mit einem Außenfilter arbeiten, der die doppelte Menge an Wasser, als das tatsächliche Wasservolumen, filtert.  Steine, Wurzeln und Wasserpflanzen dienen als Versteckmöglichkeiten und sind zugleich schön fürs menschliche Auge. Chrysemys picta belli benötigt dem Jahresverlauf angepasste Temperaturen.  Während die Wassertemperaturen im Sommer bei bis zu 27 Grad liegen dürfen, sinken sie im Laufe der Monate monatlich auf bis zu 4 Grad ab. Diese Art hält dann eine Winterstarre. Das bedeutet, dass der Stoffwechsel so weit heruntergefahren wird, dass die Schildkröten im Dezember, Januar und Februar bei Innenhaltung ohne Beleuchtung in einem Kühlschrank oder einem ausreichend kalte Raum ihre Winterstarre halten. Gefüttert wird in dieser Zeit nicht, da der Organismus der Schildkröte zum Teil nur auf 2-3 Herzschläge pro Minute heruntergefahren ist. Im März werden die Schildkröten vom Kühlschrank in einen kalten Kellerraum und bei Erreichen der Becken-/Teichtemperatur wieder ins Aquarium oder bei sonnig warmem Wetter in den Teich überführt.

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Schutzstatus / Erwerb

Die Chrysemys picta belli wurden 2003 von der EU auf Anhang B der EG-VO 338/97 gestellt. Das heißt, dass keine Tiere mehr von außerhalb der EU eingeführt werden dürfen. Nachzuchten und bereits vorhandene Tiere dürfen weiter gehandelt werden, sind jedoch meldepflichtig. Dieses ist jedoch mit wenig Aufwand zu regeln.

Verbreitung

Das Verbreitungsgebiet der Chrysemys picta belli ist sehr groß und erstreckt sich von südlichen Kanada (Alberta, Manitoba, Ontario) südwärts nach Texas, und vom Oberen See und Michigansee westwärts bis British Columbia und Washington/Oregon. Auch in Mexiko (Chihuahua) kommen einige Populationen vor. 

Größe

Männchen wie Weibchen erreichen eine Panzerlänge von bis zu 20 cm, Weibchen können Ausnahmefällen bis zu 25cm groß werden.

Geschlechter

Die Kloake [gemeinsame  Körperöffnung für Darm-Harn-und-Geschlechtsorgane] ist bei Weibchen noch innerhalb des äußeren Panzerrandes und bei dem Männchen deutlich außerhalb. Männchen haben einen längeren Schwanz als die Weibchen und lange Krallen an den Vorderbeinen.

Ernährung

Chrysemys picta belli nimmt tierische und auch pflanzliche Nahrung auf. Sie frisst Insekten, Fisch, Mückenlarven, Frostfutter kann genauso angeboten werden, wie Wasserpflanzen. Bei einem Tier ab 10cm Panzerlänge sollten mindestens 30% der Nahrung pflanzlich sein. Wasserpflanzen wie Wasserlinsen sollten immer zur Verfügung stehen.

Die Westliche Zierschildkröte…

…begeistert die Halter durch ihre außergewöhnliche Farbfreude.

Copyright by Marcin Janusz & Kristof Wiesekopsieker

Kontakt

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